Bahnbegegnungen
oder Wie aus Uno
und K ein tödlicher Bleicocktail bereitet wird
Seit Tagen sind wir auf der Flucht, denn er ist hinter
uns her/
Wir schweben ständig in Gefahr, geschlafen haben wir
lang nicht mehr/
Dieser Typ ist echt die Hölle und noch gefährlich
nebenbei/
Wir wissen wenn der uns hier findet, dann pumpt er uns
voll Blei//
Ihr fragt Euch sicherlich,
warum hat er`s auf uns abgesehen/
Wir werden Euch davon
berichten und dann werdet Ihr verstehen/
Daß er vor nix und niemand halt macht, bis er uns beide
vor sich hat/
Wir hoffen er ist jetzt nicht
hier, sonst wird die Bühne unser Grab//
Es war vor knapp zwei Wochen,
wir kamen gerade von nem Gig/
Und weil der sanfte Franzmann
streikte, fuhr`n wir mit dem Zug zurück/
Dann in unserem Abteil sah ich
den Typ zum ersten Mal/
Schwarzer Mantel, schwarzer
Hut und im Gesicht ein schwarzer Schal//
Es war der einzig freie
Platz, also setzten wir uns hin/
So ne Zugfahrt dauert ewig,
und der Tag verging/
Und während dieser ganzen
Zeit sagte der Kerl kein Sterbenswort/
Ich hab mir manchmal echt
gedacht, der Typ vor mir ist mausetot//
Na ja, wie dem auch sei, wir
kamen gegen Abend an/
Wir schnappten uns unsere
Sachen und nix wie raus aus der Bahn/
Doch später erst zuhause
wurde uns mit einem Schlage klar/
Das ein Teil unseres Gepäcks
gar nicht unseres war//
Ich griff in die Tasche, in
der sich meine Wäsche befand/
Und auf einmal hatte ich ne
dicke, fette Knarre in der Hand/
Doch damit nicht genug, anbei
lag auch noch ein Kuvert/
Darin waren 20000 Euro und
ein Bild, Ihr glaubt nicht wer//
Seit Tagen sind wir auf der Flucht, denn er ist hinter
uns her/
Wir schweben ständig in Gefahr, geschlafen haben wir
lang nicht mehr/
Dieser Typ ist echt die Hölle und noch gefährlich
nebenbei/
Wir wissen wenn der uns hier findet, dann pumpt er uns
voll Blei//
Alle Verschwörungstheorien
die wir je hatten wurden war/
Als ich den Inhalt dieser kleinen,
schwarzen Aktenmappe sah/
Mike Godyla`s
Texte, Hitlers Tagebuch und all so`n Scheiß/
In unseren Händen lag die
Wahrheit, hier stand alles schwarz auf weiß//
Während wir weiter lasen,
fiel mir der Typ aus dem Zug wieder ein/
Die Sache war nun völlig
klar, dass musste seine Tasche sein/
Wir waren noch am überlegen,
warum, weshalb, wieso/
Da fand ich einen Namen auf
der Tasche: K.U.N.O.//
Ich stand wie angewurzelt da,
mir wurde heiß und kalt/
Was sollten wir denn jetzt
tun, es musst was gehen und zwar recht bald/
Es konnte nicht mehr lange
dauern und Kuno steht vor unserer Tür/
Denn auf meiner Tasche, stand
auch die Adresse von hier//
Deswegen waren wir beide
wochenlang schon nicht mehr daheim/
Es ist der blanke Horror
ständig irgendwo anders zu sein/
Und alle unsere Freunde
welche wir in dieser Zeit kontaktiert/
Die hat Kuno einfach
gnadenlos ausradiert//
Seit Tagen sind wir auf der Flucht, denn er ist hinter
uns her/
Wir schweben ständig in Gefahr, geschlafen haben wir
lang nicht mehr/
Dieser Typ ist echt die Hölle und noch gefährlich
nebenbei/
Wir wissen wenn der uns hier findet, dann pumpt er uns
voll Blei//
Und Du sitzt einfach nur da
und hast an unserem Leiden Spaß/
Doch vielleicht bist Du schon
morgen dran und beißt dann ins Gras/
Denn seitdem wir Kunos Mappe
haben, sterben die Leute um uns weg/
Und mit so ner kleinen Fanzahl macht Karriere keinen Zweck//
Also Kuno, wenn Du da bist,
lass all die ganzen Typen leben/
Wir werden dir als
Gegenleistung deine Sachen wieder geben/
Und sollten alle Stricke
reißen, dann bitten wir Godyla, Mike/
Bitte, bitte halt uns dieses
wilde Tier vom Leib//
Denn seit Tagen sind wir auf
der Flucht und er ist hinter uns her/
Unser Leben ist ne Tortour -
lange können wir nicht mehr/
Und auch an Strom &
Wasser geht ein letzter Hilfeschrei/
Redet Ihr doch mal, Ihr kennt
Euch doch ihr drei//
Alter, wir müssen weg…
Seit Tagen sind wir auf der Flucht, denn er ist hinter
uns her/
Wir schweben ständig in Gefahr, geschlafen haben wir
lang nicht mehr/
Dieser Typ ist echt die Hölle und noch gefährlich
nebenbei/
Wir wissen wenn der uns hier findet, dann pumpt er uns
voll Blei//