Ich musste kürzlich feststellen, wie schnell die Zeit
vergeht/
Mein Zug war abgefahren, fürs jung bleiben wars nun zu spät/
Alles hat sich so verändert, doch irgendwie ist es nicht neu/
Das Alter hat sich langsam eingeschlichen, ich hoff ich bleib
mir selber treu//
Mein Kühlschrank, der ist voll gepackt mit Obst, Gemüse,
Essen/
Früher konnte ich in dieses Teil zwei Kästen Tannenzäppfle pressen/
Wo sich Comic-Hefte stapelten bis knapp unter den Giebel/
Besteht meine Klolektüre jetzt aus Focus und dem Spiegel//
Mein Rücken schmerzt wie die Hölle,
wenn ich auf der Couch geschlafen hab/
Früher war das kein Problem, ich weiß
nicht woran das lag/
Möglicherweise daran, dass ich daran
dass ich jetzt um 6 aufsteh/
Und nicht wie vor ein paar Jahren um
die Zeit von der Party geh//
Der Gedanke dass wir älter
werden war schon immer da/
Doch dass es so schnell
auf uns zukommt war uns sicherlich nicht klar/
Wir stehen vor den
Scherben unserer Jugendhaftigkeit/
Und müssen einsehen,
zum Älterwerden sind wir nicht bereit//
Wenn ich heute am PC sitz, dann schaff ich ernsthaft dran/
Und schau mir nicht wie früher erst tausend Pornoseiten an/
Ich seh wie Freunde heiraten und
sich scheiden lassen/
Statt miteinander zu gehen um dann Schluss zu machen/
Wein fürn Euro Fünfzig ist nicht
mehr das geile Zeug/
Ich habs gestern ausprobiert und
heute bitterlich bereut//
Ich ruf ja schon die Polizei, wegen
der Party nebenan/
Wie weit ist es mit mir gekommen, was
hab ich getan/
Kann mich schon lang nicht mehr
erinnern bis wann Drive-Ins offen haben/
Alles was ich weiß ist „Jetzt sind
wir die Alten, Mann!“
Der Gedanke dass wir
älter werden war schon immer da/
Doch dass es so schnell
auf uns zukommt war uns sicherlich nicht klar/
Jetzt stehen wir vor
den Scherben unserer Jugendhaftigkeit/
Und müssen einsehen,
zum Älterwerden sind wir nicht bereit//