Pressestimmen
Certamen - Burning Sky
Harald Deschler - Skullcrusher
"CERTAMEN aus Süddeutschland machen es Rezensenten nicht unbedingt einfach, ihren Stil dem interessierten Leser näherzubringen. Die fünf Jungs mischen hier Black Metal mit "handelsüblichem" Metal, manchmal verträumt, manchmal rasend schnell, aber dennoch mit einer gehörigen Portion Melodie. Ich habe mich lediglich gewundert, weshalb es im Booklet keine Credits für den/die Keyboarder/in gab, obwohl selbiges Tasteninstrument eigentlich in fast allen Songs allgegenwärtig ist und teils für mittelalterlich angehauchte Atmosphäre sorgt. Mit chorartigen Soundeffekten hat man ebenfalls nicht gekleckert, die manchmal die Songs etwas überladen, aber nicht wirklich negativ ins Gewicht fallen. Als Anspieltips empfehle ich mal das geile "Human Sacrifice" und "Ars Magica", sauber produziert ist das Teil ebenfalls und bei wem jetzt Interesse gelockt wurde, der sollte sich umgehend bei..."
Astoreth - Vate Noctis Webzine
"..sind die Songs immer für eine Überraschung gut, da stilistisch Einflüsse aus Black-, Thrash- und Heavy Metal Bereich verarbeitet werden. Gitarrenmäßig hat man seine Hausaufgaben gemacht und ist häufig mal für akkustische Parts und Soli gut. Sehr erfreulich ist auch, daß der Bass stellenweise eine sehr tragende Rolle einnimmt und das letztendlich der Mucke hammergut steht. Gesangsmäßig ist quasi alles dabei, von zweistimmigem, mittelalterlich anmutendem Gesang bis hin zu hasserfülltem Gefauche. Fazit: "Burning sky" ist ein richtig solides Album auf dem musik Musik geboten wird, die melodisch und innovativ ist, der jedoch nie der gewisse Arschtrittfaktor fehlt!"
Fabian Rieche - Devils-Priest-Magazine
"Die Jungs von "Certamen" kamen durch eine "Neugründung" der früheren Band "Dismay" von Thomas Keller (b, v) und Frank Schneider (g) zusammen. Nach einigem hin und her war das Band Line-Up schließlich perfekt. So wagte man sich dann in eigener Regie ein Album aufzunehmen. Was heraus kam ist das etwa halbstündige "Burning Sky". Certamen spielen Death-, Black- und normalen Heavy Metal vermischt mit leicht mittelalterlichern Klängen. Der Gesang ist mehrstimmig und gut verständlich. Die Texte handeln meist von Nordischem, aber auch von verschiedenen anderen Dingen. Die oben beschriebene Musik, die "Certamen" machen, ist stilistisch sehr gut. Es gibt in einigen Liedern Tempopausen, dennoch verliert ein Song nie seine Härte, sondern regt in jeder Situation zum Mitwippen bis zum extremen "Headbangen" an. "Burning Sky" bietet somit einige Vielfalt, so daß für jeden Metal-Freak etwas dabei ist. Es paßt perfekt ins Genre und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Doch bei einigen Lieder empfiehlt es sich den Bass ein wenig herunter zu drehen, da er eventuell etwas zu laut ist und je nach dem, wie hoch die Lautstärke ist, etwas dröhnen kann.
Die Lieder:
"Intro" und "Outro" sind zwar gut gemacht, doch irgendwie hören sich beide ein wenig zu elektronisch an einigen Stellen an, was absolut nicht zum Rest des Albums passt.
Mit "Burning Sky" folgt der Titelsong zum Album. Im Text geht es um nordische Götter und Mythologie. Sicher einer der musikalisch besten Songs auf der CD, der sofort mitreißt. An die vier Minuten pure, aggressive Gitarren und Drums.
"Human Sacrifice" ist ein Titel mit Überlänge, der im Mittelteil einen deutschsprachigen Part vorweist. Contra Christentum (?)... alle Fehler und Lügen, die verbreitet wurden, aufgelistet. Im Text herrschen Vorwürfe gegen Gott und die Kirche. Ein sehr ansprechender Titel. (Es ist die Ansprache von Chaques de Molay, dem letzten Großmeister des Templerordens, vor seiner Hinrichtung im Jahre 1314 -Anm. d. Bassers)
Es folgt "Of Light and Darkness", ein vergleichsweise langsamer Anfang, bevor der Song über dich hereinbricht. Der apokalyptische "Endkampf" zwischen Licht und Finsternis ist das Thema des Textes. Ein nettes, kleines Solo ist in dem Lied eingebaut und auch der Rest weiß zu gefallen.
Was danach kommt ist mein persönlicher Favorit: "Jeremy". Schon der Anfang überzeugt, die ersten zehn Sekunden nur Bass und Drums. Ein flottes Lied im Großen und Ganzen. Der "arme" Jeremy scheint eine besondere Begabung zu haben; er hört die toten Mächte ihn rufen. Und schuld ist die lange tote Mutter... aber Spaß beiseite: Der Text ist wirklich ziemlich gut.
Den Schlußsong bildet "Ars Magica". So mystisch wie der Titel ist auch der Text. Der Titel weißt gleiche Merkmale auf wie die vorhergegangenen: schnell, hart, guter Text und absolut in die Fresse tretend. Fazit: Eine gut angelegte halbe Stunde, 5 von 5 Punkten!
Reinhard Keck - Schwarzwälder Bote
"Um ehrlich zu sein: Ich habe vom Musikmachen keine Ahnung. Deshalb steht es mir auch kaum zu, "Burning Sky" zu rezensieren, zumindest nicht aus einer Perspektive, die verlangen würde, daß man sich schon mal eine Gitarre umgehängt hat. Also stelle ich mir vor, ich gehe CDs kaufen, sehe das rot-schwarze Cover und darauf einen Drachen, der seine Flügel schützend über die gekrümmten Buchstaben ausbreitet, welche das Wort CERTAMEN bilden.
Zu hause angekommen, lege ich die Platte in meine Panasonic SA-PM22 Anlage und lausche den sphärischen Klängen des Intros. Das gefällt mir auch schon ganz gut, es ist eines jener Intros, die ich ohne zu skipen ganz und zu Ende höre, was selten vorkommt. Ich höre mir alle sieben Titel komplett an und gehe dazu über, Favoriten zu suchen, Melodien zu summen, Texte zu lesen. Dann küre ich den Titel, den ich ständig spiele, immer und immer wieder. Im optimalen Fall erschließt sich dem Hörer so die ganze CD, denn unterbewusst verankern sich die übrigen Lieder und irgendwann lässt man die CD durchlaufen, macht keine Unterschiede mehr, findet alles geil.
Bei Burning Sky war es Lied Nummer fünf, "Jeremy" mit Namen, an dem ich hängen blieb; es hat mir auf Anhieb gefallen, weil es das starke Intro weiterspinnt und die harten Passagen noch besser integriert als dies den restlichen Liedern gelingt. Die Melodie ist so gut, dass ich sie mit Vergnügen summe. Der Gesang wird nicht als notwendiges Element mitgeschleppt, sondern schwebt wie auf einem fliegenden Klangteppich. Leider greift "Jeremy" den groovigen Einstieg am Ende nicht mehr auf, sondern endet wie ein nur halbfertig gezeichneter Kreis. Mittlerweile habe ich Burning Sky des öfteren durchgehört, vor allem aber "Jeremy", "Ars Magica" und "Of Light and Darkness". Mit den beiden restlichen Stücken kann ich nicht allzu viel anfangen. Keine Ahnung warum, vielleicht weil Metal meinem Gehör nicht mehr so vertraut ist, wie das früher der Fall war. Allerdings ist es den Jungs gelungen, und zwar nur CERTAMEN, dass ich aus meinem Plattenregal die alten Six Feet Under, Slayer und Cradle of Filth Platten hervorgekramt habe. Auch wenn die genannten Bands mit Certamen nicht allzuviel zu tun haben.
Burning Sky hat mich inspiriert und mir kurzzeitig einen neuen Zugang verschafft; damit also bei mir mehr ausgelöst, als lediglich den Versuch, ein Urteil abzugeben."
Sascha Wössner - Metalcoven Magazin
"...Certamen machen Druck und wissen ob der Wichtigkeit zwingender Riffs, mitreißender Parts und guter Melodien. Das alles wird in einen brachialen Deathmetalkontext gebracht. Certamen bratzen gut nach vorne los, die gotischen Düstereinflüsse wirken gar nicht mal so verwässernd, wie es bei vielen Kommerztruppen der Fall ist. Schreddernde Riffs werden voller Hingabe von den Griffbrettern entfesselt, während der Drummer, zum Teil von einem japanischen Kollegen unterstützt, seine Arme zum Bluten bringt, so feste klopft er auf die Felle. Die Vocals sind meist tief, angenehm grausig. Headbangen sollte man durchaus zu dieser Musik können, denn die Grooves sind heißer als die Hölle und unwiderstehlich, sie saugen und zerren an einem, bis man vor Erschöpfung zusammenbricht. Certamen sind zwar eine neue Band, jedoch sicherlich keine Anfänger, das merkt man ihnen an. Gut durchdachte, eingängige Deathmetalstücke der etwas gemäßigteren Art surren dem Hörer um die Ohren und versetzen ihn in einen Zustand der positiven Raserei. Ich denke mal, daß aus dieser Band noch etwas werden sollte. Diese ausgewogene Kost kann bestellt werden bei Thomas Keller, xbr500@gmx.net, 7,5 Punkte von meiner Warte aus!"